Tempelhofer Feld in Berlin – zweite Runde der Bürgerbeteiligung

Foto: Peter Maiwald via Wikimedia Commons Lizenz: CC BY SA 3.0

Autor: Jörg Sommer

Nachdem die Pläne des Berliner Senats für eine Randbebauung des ehemaligen Flughafens in einem Volksentscheid von der Berliner Bevölkerung ebenso abgelehnt wurden wie der Gegenvorschlag – das Tempelhofer Feld vollständig in seinem Urzustand zu belassen -, waren die Berliner Entscheider erst einmal unschlüssig, wie es weitergehen soll.

Schließlich startete eine Diskussionsplattform, auf der Ideen für die Nutzung des Tempelhofer Feldes gesammelt und diskutiert wurden. Dieser offene Prozess der Ideensammlung ist jetzt abgeschlossen. Auf der Plattform wird nun gemeinsam an Texten gearbeitet, die die Grundgedanken zur Nutzung der Freifläche formulieren.

Aktuell steht die Bürgerbeteiligung vor der zweiten Phase: Ab dem achten Mai sollen in Bürgerwerkstätten und Workshops verschiedene Themen behandelt werden.

Besonders interessant finde ich die Bemühungen, alle Bevölkerungsgruppen einzubinden. Auch diejenigen, die sonst eher selten bei Beteiligungsverfahren dabei sind – etwa Senioren, Familien oder Menschen mit Behinderungen. Dafür wurden spezielle Dialogforen direkt auf dem Tempelhofer Feld konzipiert.

Schade nur, dass wie so oft erst einmal die Planung „von oben“ an Protesten scheitern musste, ehe das großes Potential einer echten Beteiligung erkannt und wahrgenommen wurde.

Literaturhinweise

Ana Belle Becké, Franz Hartmann, Christoph Hermann, Lea Heyne, Christoph Hoeft, Julia Kopp, Stine Marg

Die Proteste gegen den Flughafen Berlin/Brandenburg (BER/BBI): Eine explorative Analyse der Protestteilnehmer

Göttinger Institut für Demorkatieforschung 2011.

(BibTeX)

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