Partizipation in der Forschung

Im Rahmen eines Werkstattgespräch haben eine Reihe namhafter Partizipationsexperten ein Positionspapier erarbeitet, das sich für eine stärker sozialwissenschaftliche Fundierung von Beteiligung in Forschungsvorhaben ausspricht.

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Deutschland steht vor einer Reihe an Herausforderungen, wenn es die häufig thematisierte notwendige sozial-ökologische Transformation erfolgreich bestreiten möchte. Längst haben Debatten um den fortschreitenden Klimawandel oder das grassierende Artensterben die Mitte der Gesellschaft erreicht und die Wichtigkeit raschen Handelns verdeutlicht.

In einem Positionspapier betonen nun eine Reihe bekannter Partizipationsforscher, dass die dazu notwendigen Schritte sich nicht in rein regulativen Maßnahmen erschöpfen können, wenn die skizzierten Herausforderungen wirksam angegangen werden sollen. Stattdessen brauche es eine substantielle Stärkung der gesellschaftlichen Mitgestaltungsstrukturen in neuer Qualität. Dies dürfe nicht mit dem gegenwärtigen Trend einer lediglich quantitativen Zunahme von häufig wirkungslosen Beteiligungsverfahren verwechselt werden.

Diese setzt aus Sicht der Autoren auch eine wissenschaftlichere Fundierung der Beteiligungsprozesse in Forschungsvorhaben voraus. Dazu erarbeiten sie eine Reihe von Vorschlägen zur Qualitätsförderung entlang der Projektabläufe. Entsprechende Maßnahmen müssten bereits bei der Ausgestaltung des Ausschreibungsdesigns Berücksichtigung finden und auch bei der Konzeption, Durchführung sowie schließlich der Evaluation des Vorhabens beachtet werden.

Das Positionspapier können Sie hier herunterladen.