Datenschutz im Netz

Wie lässt sich die Sicherheit persönlicher Daten bei der Umsetzung digitaler Beteiligungsprozesse garantieren und das Verfahren dennoch praktikabel gestalten? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Fachtagung am 25. Februar 2021.

Mehr denn je werden digitale Beteiligungsinstrumente in der Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung verwendet. In Zeiten der Coronapandemie sind dabei gleichermaßen die Angebote wie auch die Bereitschaft zur Wahrnehmung virtueller Partizipationsformate gestiegen. Alle Beteiligten haben gemeinsam in den letzten Monaten eine steile Lernkurve durchlaufen. Waren im März des vergangenen Jahres für viele Menschen Break-Out-Sessions, Jitsi oder WebEx noch Fremdwörter, ist die digitale Teilnahme an Dialogen, Informationsveranstaltungen oder Fachtagungen mittlerweile längst zur Routine geworden.

Datenschutz und die Sicherheit der eigenen persönlichen Daten sind dabei wiederkehrende Punkte, die sowohl für Initiator*innen von Beteiligungsprozessen wie auch Gäste digitaler Veranstaltungen relevant sind: Welche Daten werden auf welchen Servern gespeichert? Dürfen Konferenzen aufgezeichnet werden? Werden Klarnamen angezeigt und persönliche Adressdaten Dritten zugänglich gemacht? Dies sind nur einige Fragen, die die rechtlichen Herausforderungen bei der Umsetzung von digitalen Beteiligungsprozessen zeigen und gute Antworten benötigen. Das ist nicht nur im rechtlichen Sinne zwingend, sondern auch mit Blick auf die Legitimität und Transparenz von Verfahren. Denn berechtigterweise können Befürchtungen hinsichtlich des Schutzes der persönlichen Daten für die an der Beteiligung Interessierten eine Hürde sein. Verschließen sich aus besagten Gründen jedoch wichtige Stakeholder oder breite Teile der Bevölkerung dem Prozess, droht dieser Schaden zu nehmen.

Vor diesem Hintergrund ist eine Fachtagung am 25. Februar 2021 des Thinktanks DialogGesellschaft interessant. Sie widmet sich unter dem Titel „Digitale Beteiligung und Datenschutz“ der Frage, was bei der Konzeption, Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation von digitalen Beteiligungsformaten zu beachten ist. Des Weiteren wird erörtert, wie digitale Beteiligung datenschutzkonform, dialogisch und zugleich praktikabel gestaltet werden kann. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Literaturhinweise

Johannes Drerup, Gottfried Schweiger (Hrsg.)

Politische Online- und Offline-Partizipation junger Menschen

J.B. Metzler, Stuttgart, 2019, ISBN: 978-3-476-04744-1.

(Links | BibTeX)

EU-Generaldirektion für Bildung, Jugend, Sport und Kultur

Study on the impact of the internet and social media on youth participation and youth work

In: 2018, ISBN: 978-92-79-79849-8 .

(Links | BibTeX)

Katja Simic

Online-Beteiligung: Das Potential von Geodaten für transparente Partizipation

In: Jörg Sommer (Hrsg.): Kursbuch Bürgerbeteiligung #2, Verlag der Deutschen Umweltstiftung | bipar, Berlin, 2017, ISBN: 978-3942466-15-8.

(Abstract | Links | BibTeX)

Britta Oertel, Carolin Kahlisch, Steffen Albrecht

Online-Bürgerbeteiligung an der Parlamentsarbeit

Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) (Nr. 173), 2017, ISSN: 2364-2599.

(Links | BibTeX)

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (Hrsg.)

Die Weisheit der Vielen - Bürgerbeteiligung im digitalen Zeitalter

2017, ISBN: 78-3-87994-191-9.

(BibTeX)

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