Zukunftsstadt Dresden

Quelle: Evangelische Hochschule Dresden , eigener Bildausschnitt (18. Januar 2016)

Seit 2013 läuft ein ministerienübergreifendes Projekt, das eine nachhaltigere Stadtentwicklung ermöglichen will. Klimawandel und wachsender Energiebedarf verlangen nach innovativen Ansätzen, um langfristig einen hohen Lebensstandard in Städten zu sichern, der einerseits sozialverträglich ist und dessen Umsetzung andererseits nicht die Aufgabe ökologischer und/oder ökonomischer Ziele bzw. Stabilität bedeutet. Eine Schlüsselfunktion bei der Bewältigung dieser komplexen Aufgabe wird in der strategischen Forschungs- und Innovationsagenda (FINA) gesehen, die eine breite gesellschaftliche Beteiligung erreichen und so das Wissen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bündeln will.

Eine nachhaltige Stadtentwicklung braucht eine Bündelung der Wissenskräfte aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Auf Grundlage dieses Programms erarbeiten derzeit 51 Städte, die im vergangenen Jahr vom Ministerium für Bildung und Forschung ausgewählt wurden, Zukunftspläne wie ihre Stadt zukünftig „ein bisschen wohnlicher“ werden kann. Dabei geht es – wie bereits erwähnt – zunächst darum, Vorschläge für eine energieschonende und ressourceneffiziente Stadtstruktur zu erarbeiten. Darüber hinaus führt u. a. der demographische Wandel zu soziostrukturellen Veränderungen: Bürger werden älter, Paare haben seltener zwei oder mehr Kinder, zuziehende Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen bieten die Aussicht auf eine kulturell vielfältigere Gesellschaft, können aber auch Spannungen induzieren. Vor diesem Hintergrund besteht  Gesprächsbedarf, dem das Konzept durch Veranstaltungen aus unterschiedlichen Bereichen bspw. der Bildungs- oder Wohnungpolitik Rechnung trägt.

Dresden

Ein Beispiel für eine Zukunftsstadt ist Dresden. Dort finden seit 2015 unter dem Slogan „Wie wir leben wollen ?“ regelmäßig mit Bürgern, Wissenschaft und kommunaler Politik Veranstaltungen statt, in denen Themen zur Vision Dresden 2030 besprochen werden. Dazu setzt die Stadt vielfältige Methoden ein, wovon eine die Zukunftsspinnerei 2030 ist: Im Anschluss an ein kurzes Impulsreferat des Gastgebers können sich alle Teilnehmenden frei zu Themen äußern und neue nennen, die intensiver erörtert werden sollen. Anschließend beraten die Teilnehmenden in Kleingruppen über die Themen und erarbeiten ein visuelles Ergebnis. Alle Gruppenergebnisse werden abschließend in einem Visionsmuseum ausgestellt, so dass jede Gruppe die Arbeit der anderen Gruppen anschauen kann. Die nächste „Zukunftsspinnerei“ bei der die Teilnehmer ihre Visionen für die Stadt der Zukunft debattieren können, findet am 21. Januar statt und firmiert unter dem Titel: „Nachhaltig gebildet: Lernen, Lehren und Wissen in der Zukunftsstadt“. Debattiert werden Fragen zum Lernen, Formen und Inhalt der Wissensvermittlung, Strukturen und Ausrichtung von Bildungseinrichtungen und natürlich Punkte, die den Partizipanten am Herzen liegen: beteiligen Sie sich!

Daten zur Veranstaltung: „Nachhaltig gebildet: Lernen, Lehren und Wissen in der Zukunftsstadt
Datum: 21. Januar 2016
Zeit: 17:00-20:00 Uhr
Ort: Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit, Dürrestraße 25
Um eine vorherige Anmeldung per E-Mail wird gebeten: Cornelia.fischer@ehs-dresden.de

Nicht nur Dresden ist eine Zukunftsstadt

Eine Liste zu allen 51 teilnehmenden Städten und spannende weiterführende Informationen gibt es hier.

Literaturhinweise

Christine Grüger

Für und Wider der Partizipation in städtebaulichen Wettbewerbsverfahren

In: Jörg Sommer (Hrsg.): Kursbuch Bürgerbeteiligung #2, Verlag der Deutschen Umweltstiftung | bipar, Berlin, 2017, ISBN: 978-3942466-15-8.

(Abstract | Links | BibTeX)

Elisabeth Leicht-Eckardt, Marcia Bielkine, Daniel Janko, Daniel Jeschke, Kathrin Kiehl, Dirk Manzke

Urbane Interventionen - Impulse für lebenswerte Stadträume in Osnabrück

In: Jörg Sommer (Hrsg.): Kursbuch Bürgerbeteiligung #2, Verlag der Deutschen Umweltstiftung | bipar, Berlin, 2017, ISBN: 978-3942466-15-8.

(Abstract | Links | BibTeX)

Patrick Léon Gross

Partizipation und Nachhaltigkeit - Warum wir die repräsentative Demokratie in Deutschland reformieren müssen

In: Jörg Sommer (Hrsg.): Kursbuch Bürgerbeteiligung #2, Verlag der Deutschen Umweltstiftung | bipar, Berlin, 2017, ISBN: 978-3942466-15-8.

(Abstract | Links | BibTeX)

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (Hrsg.)

Die Weisheit der Vielen - Bürgerbeteiligung im digitalen Zeitalter

2017, ISBN: 78-3-87994-191-9.

(BibTeX)

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.)

Webbasierte Medien in der Stadtentwicklung: Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement in der digitalen Gesellschaft

In: 2017, ISSN: 1868-0097.

(Links | BibTeX)

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