Veranstaltung: Pro und kontra von Volksentscheiden

Foto: Anna Lena Schiller via flickr.com , Lizenz: CC BY 2.0

Es ist immer noch ein streitbares Thema: Braucht unsere Gesellschaft mehr direktdemokratische Elemente?
Befürworter sehen in direkter Bürgerbeteiligung eine Chance. Sie werden nimmermüde zu betonen, dass sich das althergebrachte repräsentative Parteiensystem überlebt hat. Kritiker fürchten hingegen eine sinkende Qualität politischer Entscheidungen und eine Beschneidung des Arbeitsauftrags gewählter Politiker. Während Beteiligungsfragen auf nationaler Ebene bisweilen noch etwas abstrakt erscheinen mögen, äußern sie sich auf kommunaler Ebene ganz konkret: Egal, ob es um Bahnhöfe, Parkanlagen oder Autobahnanschlüsse geht, die Zahl der Bürger, die sich an der Projektumsetzung beteiligen möchten, steigt stetig. Nicht immer endet die Bürgerbeteiligung dabei in einem Erfolgsprojekt, was diverse Fragen aufwirft:
Wovon hängt gute Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene ab? Gibt es Themen, die mehr oder weniger gut geeignet für direktdemokratische Beteiligung geeignet sind? Welche Rolle kommt dem Verfahrensdesign zu und wer organisiert überhaupt die Partizipation? In welcher Beziehung stehen parlamentarische und plebiszitäre Demokratie zueinander?
Die Fragen zeigen die Komplexität des Themas. Wenn Ihr Interesse geweckt worden ist und Sie nach Antworten auf diese oder andere Fragen zur Bürgerbeteiligung suchen, dann sollten Sie sich folgende Veranstaltung nicht entgehen lassen:

Das Deutsche Institut für Urbanistik in Berlin lädt am 10. Februar 2016 ab 17 Uhr zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Mehr Mitbestimmung in der Stadt. Chancen und Risiken von Volksentscheiden“ ein.
Mehrere Experten halten ca. 45 minütige Vorträge, an die sich jeweils eine Diskussions- und Fragerunde anschließt. Abgerundet wird der Abend mit der anschließenden Möglichkeit, in gelöster Atmosphäre zu fachsimpeln.

Veranstaltungsdaten
Deutsches Institut für Urbanistik
Zimmerstraße 13-15
10969 Berlin
Zeit: 10. Februar 2016 ab 17 Uhr

Wichtig: Eine vorherige Anmeldung ist wegen begrenzter Kontingente erforderlich und über die Seite des Instituts unter der entsprechenden Veranstaltung möglich, der Eintritt ist frei.

 

Literaturhinweise

Jennifer Schellhöh

Direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung - die 'Alternative für Deutschland' auf dem Prüfstand

In: Jörg Sommer (Hrsg.): Kursbuch Bürgerbeteiligung #2, Verlag der Deutschen Umweltstiftung | bipar, Berlin, 2017, ISBN: 978-3942466-15-8.

(Abstract | Links | BibTeX)

Frank Rehmet, Volker Mittendorf, Ergün Macli, André Schmale

Bürgerbegehrensbericht 2016

Mehr Demokratie e.V. 2016.

(Links | BibTeX)

Harry Assenmacher

Direkte Demokratie ist keine Utopie

In: Jörg Sommer (Hrsg.): Kursbuch Bürgerbeteiligung #1, Verlag der Deutschen Umweltstiftung , Berlin, 2015, ISBN: 978-3942466141.

(Abstract | Links | BibTeX)

Stefan Vospernik

Modelle der direkten Demokratie: Volksabstimmungen im Spannungsfeld von Mehrheits- und Konsensdemokratie

Nomos Verlag, Baden-Baden, 2014, ISBN: 978-3848719198.

(BibTeX)

Stephan Heller

Verhindern und Ermöglichen: Die Kraft der direkten Demokratie

Publishing Group, München, 2013, ISBN: 978-3888630262.

(BibTeX)

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