Debatte

In dieser Rubrik veröffentlichen wir in regelmäßigem Abstand meinungsstarke Gastbeiträge zu unterschiedlichen Aspekten der Demokratie und insbesondere der politischen Teilhabe. Die Meinung der Autor*innen entspricht nicht zwangsläufig der Meinung unseres Instituts und/oder seiner Mitglieder. Tatsächlich ist dies sogar in der Regel nicht der Fall. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass der demokratische Diskurs unterschiedliche Meinungen aushalten und zum Anlass von Debatten nehmen muss. Deshalb bieten wir hier ein Forum für Meinungsbeiträge von Mitgliedern und Gästen. Sie alle Beiträge in dieser Rubrik ausführlich kommentieren.
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36 Leser*innen
Moral und Politik. Zwei Dinge, die nicht immer harmonisieren – ja, scheinbar zunehmend weniger zu...
Jörg Sommer

Moral und Politik. Zwei Dinge, die nicht immer harmonisieren – ja, scheinbar zunehmend weniger zusammenpassen. Und dennoch ist es gerade die Moral, die eine Gesellschaft zusammenhält. Das gilt auch – und sogar ganz besonders für eine Demokratie. Egal, wie ausgefeilt die rechtsstaatliche Ordnung ist, wie hoch auch der Takt neu erlassener Gesetze und Verordnungen sein mag: Ohne Moral ist alles Nichts. Doch wie bildet sich Moral in Demokratien? Und wie kann sie in politisches Handeln einfließen?

  • last active 4 Tagen ago
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87 Leser*innen
Heute erzähle ich Ihnen eine kleine, wahre Geschichte aus dem Leben einer kleinen, echten Grundsc...
Jörg Sommer

Angesichts von „Querdenker“–Demos, Reichsbürgerbewegung und zunehmend offensiver auftretenden Rechtsradikalen werden die Rufe nach nach Demokratieunterricht in den Schulen lauter. Wieder einmal soll es also die Schule richten. Sie muss ja neben einem immer umfangreicher werdenden Wissenstand der Gesellschaft zwischenzeitlich so ziemlich alles vermitteln, was unsere Familien heute aus durchaus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr hinbekommen. „Da geht es etwa auch um Verbraucherbildung, um gesunde Ernährung, um den Umgang mit Geld“, listet zum Beispiel der hessische Kultusminister in einem Interview mit der ZEIT auf ¬– nun also auch Demokratie.

  • last active 1 Woche ago
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81 Leser*innen
Die deutsche Novemberrevolution 1918 führte zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zu des...
Jörg Sommer

Eine weitgehend unbeachtete Folge der Digitalisierung ist die zunehmende Asynchronität von Diskursen. Das hat weitreichende Folgen: “. Emotionen werden nicht unmittelbar zurückgespiegelt, Beleidigungen und Verletzungen in ihrer Wirkung unterschätzt und weitaus seltener sofort sanktioniert. Das ist bequem, nicht nur, weil es weniger Aufwand bedarf, als persönliche Treffen und Debatten. Vor allem deshalb, weil es vermeintlich schmerzfreier ist. Wir glauben, so besser dosieren zu können, wen und was wir wirklich zur Kenntnis nehmen. Doch Debattenfähigkeit ist kein Erbgut, sondern eine Kulturkompetenz. Das Aushalten von unmittelbarem Widerspruch, der Umgang mit anderen Meinungen, der wertschätzende Streit ist sogar eine ganz zentrale Kompetenz für eine lebendige und damit funktionierende Demokratie.

  • last active 2 Wochen ago
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113 Leser*innen
Die Beteiligung von Bürger*innen hat insbesondere bei kommunalen Vorhaben in den vergangenen Jahr...
Jörg Sommer

Die Beteiligung von Bürger*innen hat insbesondere bei kommunalen Vorhaben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Gleichzeitig ist die Umsetzung anspruchsvoll, oft aufwendig und bedarf einer ganzen Reihe von Kompetenzen, die so in vielen Verwaltungen nicht vorhanden sind. Was dagegen oft reichlich vorhanden ist: unaufschiebbare Aufgaben. Kein Wunder also, dass insbesondere in der vergangenen Dekade mehr und mehr externe Aufträge für Beteiligungsdienstleistungen erteilt wurden. Entsprechend stürmisch hat sich die Branche entwickelt. Zwischenzeitlich wissen wir, dass die Einschaltung von Dienstleistern nicht immer und automatisch auch mehr Qualität generiert. Das muss nicht unbedingt an den Auftragnehmern liegen, es kann auch andere Gründe haben. Schauen wir uns also einmal die „Sieben Sünden der Beteiligungsdienstleistung“ genauer an …

  • last active 4 Wochen ago
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187 Leser*innen
Fangen wir heute mal mit ein wenig Gehirnjogging an. Wir müssen unsere kleinen grauen Zellen näml...
Jörg Sommer

Der Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahneman erklärt in seinem Buch „Langsames Denken, Schnelles Denken“ die beiden „Systeme“, in denen wir Entscheidungen treffen. Wir engen dazu, schnell zu denken. Denn das ist leicht, wenig herausfordernd und genügt für einfache Situationen. Bei komplexen Herausforderungen führt es allerdings zu falschen Entscheidungen. Dann benötigen wir das „System 2“: anstrengend, langsam, erschöpfend. Also neigen wir dazu, diese möglichst selten zu tun. Ähnliches gilt auch für unsere Demokratie …

  • last active 1 Monat ago
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128 Leser*innen
Im Deutschen Bundestag herrscht Unruhe. Viele Abgeordnete sind unzufrieden, bis weit in die Regie...
Jörg Sommer

Alle diskutieren über die Beteiligung des Bundestages an der Strategie zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Aber was ist mit der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger? Unser Krisenmanagement könnte deutlich mehr Wirkung entfalten, indem es diejenigen beteiligt, die davon betroffen sind: Die Bürger*innen, die Beschäftigten im Gesundheitswesen, die Mitarbeiter*innen der Gesundheitsämter und der Ordnungskräfte, die Freiberufler*innen und Soloselbständigen, die Gastronomen und all die anderen Menschen da draußen in der Republik, die große Zukunftsängste haben und keine Mitspracheangebote wahrnehmen, die als einzige Handlungsmöglichkeit das Horten von Toilettenpapier praktizieren können.

  • last active 4 Wochen ago
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125 Leser*innen
Im Science Fiction Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams wird ein Computer...
Jörg Sommer

Die Digitalisierung sich löst keines der Probleme unserer Zeit. So wie noch keine technologische Revolution zuvor die Probleme ihrer Zeit gelöst hat. Wie stets zuvor in der Geschichte wirft die Entwicklung – diesmal also die Digitalisierung – alles durcheinander, zerstört soziale Strukturen, ja ganze Gesellschaften. Sie ist dabei natürlich nicht die Wurzel des Übels, sondern der Katalysator der Prozesse. Eines aber ist sie nicht, wie es vor ihr keine ökonomische Innovation war: Ein automatischer Heilsbringer. Den per se funktionieren ausgerechnet viele naheliegende digitalgetriebene oder digitalisierbare Teilhabeideen nicht.

  • last active 1 Monat ago
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160 Leser*innen
Der Streit um die Debattenkultur ist so alt, wie die Debatte selbst. Das Idealbild des scharfen D...
Jörg Sommer

Moderator*innen und Mitarbeiter*innen in Kommunalverwaltungen beklagen zunehmend, dass sich der Ton in jüngster Vergangenheit drastisch verschärft habe, oft sei eine inhaltliche Debatte kaum möglich, manchmal würden die Diskussionen binnen weniger Minuten bis zu körperlicher Gewaltandrohung eskalieren. Einige berichteten von zunehmenden Ängsten im Vorfeld von solchen Terminen. Doch was bewegt die Menschen, die sich so verhalten? Welche Motive haben Sie? Und wie geht man am besten mit ihnen um?

  • last active 2 Monaten ago
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149 Leser*innen
Es war ein historischer Moment. Später werde ich meinen Enkeln einmal erzählen können: „Opa war d...
Jörg Sommer

Diskussionen unter Gleichgesinnten sind keine Diskurse, sondern Selbstbestätigungen. Echte Diskurse finden mit Andersdenkenden statt. Und sie erfordern Eigenschaften, die uns zunehmend abhanden kommen: Ertragen von Widerspruch, Wertschätzung Andersdenkender, Selbsthinterfragung, Zuhören können. Dafür gibt es mehrere Gründe. Ein ganz zentraler ist: Wir sind alle Opfer der (a)sozialen Medien und der aktuellen Informationskultur, die durch die aktuelle Corona-Pandemie noch einmal deutlich verschärft wurde. Doch es gibt noch weitere Ursachen …

  • last active 4 Wochen ago
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173 Leser*innen
Wussten Sie, wie die Kinder der Sioux lernten, dass Feuer gefährlich ist? Ganz einfach: Wenn der ...
Jörg Sommer

Beteiligungsprozesse, -strukturen und -gremien sind immer unvollkommen. Sie sind immer verbesserbar. Und manchmal müssen sie sogar im laufenden Verfahren verbessert werden.

  • last active 2 Monaten ago
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198 Leser*innen
Beginnen wir unseren Beitrag mit einem Bild: Quelle: TenneT TSO GmbH Stolz blicken uns die Vertr...
Jörg Sommer

Transparenz gilt als wichtige Voraussetzung für Gute Beteiligung, doch sie führt schnell zu einem informatorischen Overkill. Doch wie sieht die Lösung aus? Macht es Sinn, die ungefilterte Informationsflut über die Beteiligten auszuschütten und sie gewissermaßen in Informationen zu ertränken? Oder ist es nötig, diese Informationen zu selektieren und den Bürgerinnen und Bürgern in homöopathischen Dosen zu verabreichen, um sie nicht zu überfordern – sich zugleich aber dem Vorwurf der Manipulation auszusetzen?

  • last active 2 Monaten ago
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328 Leser*innen
Wissen Sie, welches das mit großem Abstand am weitesten verbreitete Beteiligungsformat in Deutsch...
Jörg Sommer

Die Pandemie führt zu digitalen Innovationen, auch in unserer demokratischen Kultur. Aber sind diese von Dauer?

  • last active 2 Monaten ago
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264 Leser*innen
Geht es Ihnen auch so? Manchmal liest man in den Medien Nachrichten, die man sich im Grunde sehnl...
Jörg Sommer

Heute Morgen titelte SPIEGEL Online „Populistische Einstellungen sind stark rückläufig“. Die Süddeutsche schreibt „Populistische Einstellungen nehmen deutlich ab“, die Zeit spricht gar vom „Comeback der politischen Mitte“. Wer als ganz normaler, durchaus kritischer und aufmerksame/r Medienkonsument die vergangenen Jahre verfolgt hat, wer sich die Wahlergebnisse der AfD anschaut, die Corona-Demos in Stuttgart, Berlin und an anderen Orten, wer die politischen Debatten in Talkshows aber auch an den Stammtischen und bei Familientreffen verfolgt, der reibt sich bei diesen Aussagen verwundert die Augen.

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213 Leser*innen
Uns Deutschen wird im Ausland gerne eine gewisse Überbewertung von Regeln und prozessualen Strukt...
Jörg Sommer

Politische Teilhabe nutzt zahlreiche Methoden und Formate. Doch wie findet man die Richtigen?

  • last active 3 Monaten ago
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294 Leser*innen
Eigentlich ist sie ja ein Teilgebiet der Mathematik, auch wenn sie immer wieder gerne von Sozialw...
Jörg Sommer

Beteiligung braucht nicht nur klare Regeln, sie müssen auch von allen Akteuren akzeptiert werden. Das aber setzt voraus, dass diese Regeln gemeinsam erarbeitet werden.

  • last active 3 Monaten ago
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486 Leser*innen
Sie nennen sich gerne „Querdenker“ und immer wieder wird dieses Framing auch in der Presse unhint...
Jörg Sommer

Dass Gute Beteiligung einer gewissen Breite bedarf, ist zwischenzeitlich anerkannt. Doch Breite Beteiligung erfordert auch vielfältige Beteiligung, also an unterschiedliche Gruppen angepasste Angebote und Formate. Das ist auch deshalb so wichtig, weil es nicht nur im Akzeptanz oder Qualität geht, sondern um eine möglichst breite Erfahrung von Selbstwirksamkeit. So kann Beteiligung Demokratie stärken – und genau darum geht es.

  • last active 4 Monaten ago
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289 Leser*innen
Wir haben in den vergangenen Wochen über Gute Beteiligung gesprochen, über ihre Grundsätze, über ...
Jörg Sommer

in Beteiligungsprozessen bilden Moderation, Beteiligende und Beteiligte ein dynamisches Dreieck, dessen Funktionieren von allen drei Rollen und insbesondere von deren wechselseitigem Verhältnis abhängt. Doch was müssen die einzelnen Akteure dazu beitragen, was müssen sie investieren, damit tatsächlich erfolgreiche Beteiligung gelingen kann?

  • last active 4 Monaten ago
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271 Leser*innen
Je mehr man miteinander spricht, desto öfter missversteht man sich. Das ist gut, denn solche Miss...
Jörg Sommer

Gute Bürgerbeteiligung braucht ausreichend Zeit, Personal und finanzielle Ausstattung. Bei Großvorhaben ist das meist keine Frage des Geldes, sondern des politischen Willens. In vielen Kommunen ist es umgekehrt. Em Ende bleibt die gesellschaftliche Frage: Was ist uns die Demokratie wert?

  • last active 4 Monaten ago
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290 Leser*innen
In meiner Familie wurde viel gespielt. Egal ob Ball-, Brett- oder Kartenspiele – unsere Familie w...
Jörg Sommer

Gute Bürgerbeteiligung beginnt frühzeitig und verpflichtet alle Beteiligten. Das klingt einfach, ist aber längst nicht überall gelebte Praxis. Besonders riskant ist es, wenn Ergebnisse von Beteiligungsprozessen ignoriert oder noch während des Prozesses Tatsachen geschaffen werden.

  • last active 4 Monaten ago
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452 Leser*innen
Im Grunde ist die die einzige Partei in Deutschland, die perspektivisch das Potential zu einer ab...
Jörg Sommer

Ein zentraler Prüfstein für die Stärke der Demokratie ist die Wahlbeteiligung. Doch die Zahlen sind schlecht. Mehr Bürgerbeteiligung kann eine Antwort sein, wenn sie nicht nur jene beteiligt, die ohnehin schon wählen gehen.

  • last active 4 Monaten ago
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