Debatte

In dieser Rubrik veröffentlichen wir in regelmäßigem Abstand meinungsstarke Gastbeiträge zu unterschiedlichen Aspekten der Demokratie und insbesondere der politischen Teilhabe. Die Meinung der Autor*innen entspricht nicht zwangsläufig der Meinung unseres Instituts und/oder seiner Mitglieder. Tatsächlich ist dies sogar in der Regel nicht der Fall. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass der demokratische Diskurs unterschiedliche Meinungen aushalten und zum Anlass von Debatten nehmen muss. Deshalb bieten wir hier ein Forum für Meinungsbeiträge von Mitgliedern und Gästen. Sie alle Beiträge in dieser Rubrik ausführlich kommentieren.
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20 Leser*innen
Schuld war ein Käfer. Osmoderma eremita ist der wissenschaftliche Name des kleinen Krabbeltiers, ...
Jörg Sommer

In den vergangenen 10 jähren hat sich viel getan in Sachen politischer Teilhabe. Die interessante Frage lautet: Wo stehen wir heute? Und welche Themen werden uns in naher Zukunft beschäftigen?

  • last active 2 Tagen ago
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90 Leser*innen
Es ist etwas still geworden um Greta Thunberg. Sie erinnern sich? Das Mädchen, dessen ganz persön...
Jörg Sommer

Grundlegende Veränderungen in einer Gesellschaft sind meist das Produkt von Krisen. Insofern ist eine „Krise der Demokratie“ zunächst einmal eine Chance. Doch das gilt nur, wenn wir sie nutzen. Unterlassen wir das, wird aus Chance Bedrohung. Das gilt für grundlegende Fragen ebenso, wie für kommunale Beteiligungsprozesse.

  • last active 4 Tagen ago
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53 Leser*innen
Vor einiger Zeit erhielt ich eine E-Mail einer großen Umwelt-NGO, in der ich seit Jahren Fördermi...
Jörg Sommer

Wie sehr tragen eigentlich Online-Unterschriftenkampagnen zu mehr Demokratie bei? Wirken sie politisierend? Fördern sie den Diskurs? Ergänzen sie andere demokratische Formate? Oder spalten sie, ersetzen Diskurse durch spontane Klicks, verhärten Fronten und tragest dazu bei, dass Miteinanderstreiten zu einer bloßen Kakophonie von individuellen Meinungsrülpsern zu degenerieren?

  • last active 2 Wochen ago
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94 Leser*innen
Mit der Macht ist das so eine Sache. Generationen von Sozialwissenschaftler*innen haben sich dara...
Jörg Sommer

Mit der Macht ist das so eine Sache. Generationen von Sozialwissenschaftler*innen haben sich daran abgearbeitet. In der Politik scheint es häufig nur darum zu gehen. Und doch gibt es keine einzige, allgemein akzeptierte Definition. Dabei sind Macht, ihre Institutionen, Strukturen und Prozesse für die Funktionsfähigkeit einer Demokratie ganz entscheidende Themen …

  • last active 3 Wochen ago
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90 Leser*innen
Was haben eine 22-jährige begabte Jurastudentin aus Bayreuth, die für einen Bürgerrat ausgelost w...
Jörg Sommer

Wir leben in einer repräsentativen Demokratie. Darüber besteht Konsens. Doch was heißt das genau? Wie stellen wir Repräsentativität her? Und warum funktioniert das nur eingeschränkt? Vor allem aber: Warum ist die Herstellung von Repräsentativität in Beteiligungsprozessen nicht nur unmöglich, sondern auch relativ sinnfrei?

  • last active 4 Wochen ago
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91 Leser*innen
Es war einer meiner letzten Termine im vergangenen Jahr. Auf Einladung einer großen deutschen Sti...
Jörg Sommer

Welche Rolle spielen Petitionen in einer Demokratie? Sind sie ein Grundrecht? Ein Indikator für eine funktionierende demokratische Gesellschaft? Ein Instrument zur Inszenierung von Empörung-Kampagnen? Die Antwort ist komplex.

  • last active 4 Wochen ago
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108 Leser*innen
Kleine Kinder lernen nicht. Sie spielen. Und das ist weit mehr als bloße Beschäftigung. Das Spiel...
Jörg Sommer

Die Spieltheorie soll insbesondere ökonomisches Handeln erklären. Sie hat uns aber auch in Sachen politischer Teilhabe interessante Einblicke und Erkenntnisse zu bieten. Zum Beispiel zur Bedeutung von Methoden, zu Herausforderungen in der Rahmensetzung und der Moderation, aber auch zu der Frage, wer eigentlich letztlich die Spielregeln bestimmt.

  • last active 1 Monat ago
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144 Leser*innen
Der von mir persönlich gemessene Rekord steht bei 88 Minuten. So lange brauchte Anfang Dezember ...
Jörg Sommer

Beteiligungsprozesse unterscheiden sich erheblich von didaktischen Formaten. In beiden werden zwar Methoden angewandt, teilweise sogar dieselben. Während in didaktischen Zusammenhängen die Methode jedoch allgemein vom Lehrenden gesetzt und von den Teilnehmer*innen akzeptiert wird, muss die Moderation in Beteiligungsprozessen jederzeit bereit sein, die Methodik ausführlich zu begründen.

  • last active 1 Woche ago
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133 Leser*innen
„Schämen Sie sich!“ rief der AFD-Abgeordnete Karsten Hilse im Bundestag – und bezog sich auf die ...
Jörg Sommer

Der Umgang mit Scham spielt in einer Demokratie eine große Rolle. Doch ebenso, wie Schamlosigkeit spalten kann, kann auch Scham spalten. Denn Scham hat nicht nur etwas mit Moral zu tun, sondern auch mit Kompetenz.

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178 Leser*innen
Sprechen wir über die Stärken und Schwächen unserer modernen Demokratie, schauen wir immer wieder...
Jörg Sommer

Wissensvermittlung keine Ouvertüre zu Beteiligung. Sie wird immer unvollständig, selektiv und potentiell manipulativ bleiben. Stattdessen sind Beteiligungsprozesse im Idealfall immer eine gemeinsame Erkenntnisreise, auch unter Einbeziehung externer, „wissender“ Expert*innen. Am Ende aber sind es die Beteiligten, nicht die Expert*innen, die in einem diskursiven Prozess ihr Alltagswissen, ihre Haltung und ihr Kollektiv erarbeitetes Wissen in ein Ergebnis einfließen lassen.

  • last active 2 Monaten ago
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280 Leser*innen
„Um das beurteilen zu können, wissen Sie zu wenig“. Erst kürzlich hörte ich diesen Satz von einem...
Jörg Sommer

In der Geschichte der Menschheit hat sich unser Wissen stetig vermehrt. Selbst der gebildetste Mensch kann heute nur einen winzigen Bruchteil des Menschheitswissens zur Kenntnis nehmen. Wir wissen nicht zu viel. Aber es gibt zu viel Wissen. Also müssen wir auswählen. Viele von uns lassen dabei kein Wissen zu, das verstört oder beunruhigt. Die unmittelbare Folge ist ein Zerfall unserer Gesellschaft in verschiedene Wissensgemeinschaften. Die Möglichkeiten für gesellschaftlichen Konsens schwinden, die Uneindeutigkeit nimmt zu. Die daraus leicht resultierende Beliebigkeit ist die wahre Tragödie des Wissens.

  • last active 2 Monaten ago
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238 Leser*innen
In Stuttgart können sie es. Das ist keine Überraschung. Sie können es aber auch in Augsburg, in O...
Jörg Sommer

In Stuttgart können sie es. Das ist keine Überraschung. Sie können es aber auch in Augsburg, in Oestrich-Winkel und in anderen deutschen Kommunen. Ebenso wie in der Schweiz, in Frankreich und in anderen Ländern. Sie können etwas, was angeblich nicht geht: Bürger*innen beteiligen IN der Krise ZUR Krise.

  • last active 2 Monaten ago
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282 Leser*innen
Moral und Politik. Zwei Dinge, die nicht immer harmonisieren – ja, scheinbar zunehmend weniger zu...
Jörg Sommer

Moral und Politik. Zwei Dinge, die nicht immer harmonisieren – ja, scheinbar zunehmend weniger zusammenpassen. Und dennoch ist es gerade die Moral, die eine Gesellschaft zusammenhält. Das gilt auch – und sogar ganz besonders für eine Demokratie. Egal, wie ausgefeilt die rechtsstaatliche Ordnung ist, wie hoch auch der Takt neu erlassener Gesetze und Verordnungen sein mag: Ohne Moral ist alles Nichts. Doch wie bildet sich Moral in Demokratien? Und wie kann sie in politisches Handeln einfließen?

  • last active 2 Monaten ago
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283 Leser*innen
Heute erzähle ich Ihnen eine kleine, wahre Geschichte aus dem Leben einer kleinen, echten Grundsc...
Jörg Sommer

Angesichts von „Querdenker“–Demos, Reichsbürgerbewegung und zunehmend offensiver auftretenden Rechtsradikalen werden die Rufe nach nach Demokratieunterricht in den Schulen lauter. Wieder einmal soll es also die Schule richten. Sie muss ja neben einem immer umfangreicher werdenden Wissenstand der Gesellschaft zwischenzeitlich so ziemlich alles vermitteln, was unsere Familien heute aus durchaus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr hinbekommen. „Da geht es etwa auch um Verbraucherbildung, um gesunde Ernährung, um den Umgang mit Geld“, listet zum Beispiel der hessische Kultusminister in einem Interview mit der ZEIT auf ¬– nun also auch Demokratie.

  • last active 3 Monaten ago
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326 Leser*innen
Die deutsche Novemberrevolution 1918 führte zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zu des...
Jörg Sommer

Eine weitgehend unbeachtete Folge der Digitalisierung ist die zunehmende Asynchronität von Diskursen. Das hat weitreichende Folgen: “. Emotionen werden nicht unmittelbar zurückgespiegelt, Beleidigungen und Verletzungen in ihrer Wirkung unterschätzt und weitaus seltener sofort sanktioniert. Das ist bequem, nicht nur, weil es weniger Aufwand bedarf, als persönliche Treffen und Debatten. Vor allem deshalb, weil es vermeintlich schmerzfreier ist. Wir glauben, so besser dosieren zu können, wen und was wir wirklich zur Kenntnis nehmen. Doch Debattenfähigkeit ist kein Erbgut, sondern eine Kulturkompetenz. Das Aushalten von unmittelbarem Widerspruch, der Umgang mit anderen Meinungen, der wertschätzende Streit ist sogar eine ganz zentrale Kompetenz für eine lebendige und damit funktionierende Demokratie.

  • last active 3 Monaten ago
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281 Leser*innen
Die Beteiligung von Bürger*innen hat insbesondere bei kommunalen Vorhaben in den vergangenen Jahr...
Jörg Sommer

Die Beteiligung von Bürger*innen hat insbesondere bei kommunalen Vorhaben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Gleichzeitig ist die Umsetzung anspruchsvoll, oft aufwendig und bedarf einer ganzen Reihe von Kompetenzen, die so in vielen Verwaltungen nicht vorhanden sind. Was dagegen oft reichlich vorhanden ist: unaufschiebbare Aufgaben. Kein Wunder also, dass insbesondere in der vergangenen Dekade mehr und mehr externe Aufträge für Beteiligungsdienstleistungen erteilt wurden. Entsprechend stürmisch hat sich die Branche entwickelt. Zwischenzeitlich wissen wir, dass die Einschaltung von Dienstleistern nicht immer und automatisch auch mehr Qualität generiert. Das muss nicht unbedingt an den Auftragnehmern liegen, es kann auch andere Gründe haben. Schauen wir uns also einmal die „Sieben Sünden der Beteiligungsdienstleistung“ genauer an …

  • last active 2 Monaten ago
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405 Leser*innen
Fangen wir heute mal mit ein wenig Gehirnjogging an. Wir müssen unsere kleinen grauen Zellen näml...
Jörg Sommer

Der Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahneman erklärt in seinem Buch „Langsames Denken, Schnelles Denken“ die beiden „Systeme“, in denen wir Entscheidungen treffen. Wir engen dazu, schnell zu denken. Denn das ist leicht, wenig herausfordernd und genügt für einfache Situationen. Bei komplexen Herausforderungen führt es allerdings zu falschen Entscheidungen. Dann benötigen wir das „System 2“: anstrengend, langsam, erschöpfend. Also neigen wir dazu, diese möglichst selten zu tun. Ähnliches gilt auch für unsere Demokratie …

  • last active 4 Monaten ago
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290 Leser*innen
Im Deutschen Bundestag herrscht Unruhe. Viele Abgeordnete sind unzufrieden, bis weit in die Regie...
Jörg Sommer

Alle diskutieren über die Beteiligung des Bundestages an der Strategie zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Aber was ist mit der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger? Unser Krisenmanagement könnte deutlich mehr Wirkung entfalten, indem es diejenigen beteiligt, die davon betroffen sind: Die Bürger*innen, die Beschäftigten im Gesundheitswesen, die Mitarbeiter*innen der Gesundheitsämter und der Ordnungskräfte, die Freiberufler*innen und Soloselbständigen, die Gastronomen und all die anderen Menschen da draußen in der Republik, die große Zukunftsängste haben und keine Mitspracheangebote wahrnehmen, die als einzige Handlungsmöglichkeit das Horten von Toilettenpapier praktizieren können.

  • last active 4 Monaten ago
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245 Leser*innen
Im Science Fiction Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams wird ein Computer...
Jörg Sommer

Die Digitalisierung sich löst keines der Probleme unserer Zeit. So wie noch keine technologische Revolution zuvor die Probleme ihrer Zeit gelöst hat. Wie stets zuvor in der Geschichte wirft die Entwicklung – diesmal also die Digitalisierung – alles durcheinander, zerstört soziale Strukturen, ja ganze Gesellschaften. Sie ist dabei natürlich nicht die Wurzel des Übels, sondern der Katalysator der Prozesse. Eines aber ist sie nicht, wie es vor ihr keine ökonomische Innovation war: Ein automatischer Heilsbringer. Den per se funktionieren ausgerechnet viele naheliegende digitalgetriebene oder digitalisierbare Teilhabeideen nicht.

  • last active 4 Monaten ago
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308 Leser*innen
Der Streit um die Debattenkultur ist so alt, wie die Debatte selbst. Das Idealbild des scharfen D...
Jörg Sommer

Moderator*innen und Mitarbeiter*innen in Kommunalverwaltungen beklagen zunehmend, dass sich der Ton in jüngster Vergangenheit drastisch verschärft habe, oft sei eine inhaltliche Debatte kaum möglich, manchmal würden die Diskussionen binnen weniger Minuten bis zu körperlicher Gewaltandrohung eskalieren. Einige berichteten von zunehmenden Ängsten im Vorfeld von solchen Terminen. Doch was bewegt die Menschen, die sich so verhalten? Welche Motive haben Sie? Und wie geht man am besten mit ihnen um?

  • last active 5 Monaten ago
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