Zeit für mehr Zukunft

Wie wollen wir zukünftig zusammenleben? Diese Frage stellen sich gegenwärtig überall in Deutschland Menschen mehr denn je – auch im Thüringischen Zella-Mehlis. Auf der Suche nach einer Antwort entwickelte sich eine Umfrage zu einem breit angelegten Partizipationsverfahren.

Foto: David Schütt

Es ist Zeit für mehr Zukunft! Gerade in Zeiten des Umbruchs und der Veränderung auf vielen Ebenen lohnt es sich, den Blick auf das zu wenden, was uns unmittelbar umgibt: Unsere Stadt, die wir gemeinsam bewohnen. Was ist den Zella-Mehlisern wichtig? Was wünschen sie sich für ihre Stadt? Worauf soll das Augenmerk Richtung Zukunft gerichtet werden? Wie kann der Weg in eine Zukunft gegangen werden, die auch unseren Nachkommen genug Natur, Auskommen und Gemeinschaft bietet? Auf diese Fragen suchten wir Antworten. Auf Antworten folgten weitere Fragen und der Diskurs um „Mehr Zeit für Zukunft“ begann…

„Mehr Zeit für Zukunft“ ist ein Beteiligungsprojekt, das im Januar 2021 seinen Anfang nahm. Im Zentrum des Projekts stand eine Umfrage für alle Menschen in Zella-Mehlis ab 14 Jahren, die ihre Meinung zur Zukunftsentwicklung unserer Stadt einbringen wollen. Von Februar bis Juni 2021 teilten 393 Zella-Mehliser:innen ihre Wünsche, Ziele und Ideen mit. Schnell wurde das Projekt größer als zunächst gedacht, denn im April formierte sich eine Begleitgruppe, die den Auswertungsprozess beratend unterstützte. Dieses engagierte Team war auch an Vorbereitung und Durchführung der Präsentationsveranstaltung beteiligt.

Durch eine Vielzahl von Umfrageteilnehmer:innen und die beratende Begleitgruppe konnten hier zwei Arten der demokratischen Teilhabe ineinandergreifen: informative und konsultative Beteiligung.

„Mit diesem Beteiligungsprozess geht man in Zella-Mehlis neue, mutige und zukunftsweisende Wege. Das ist ein großartiges Novum und zeugt davon, dass in Zella-Mehlis eine gute und zukunftsweisende Bürgerbeteiligung gemacht wird und Bürger, Verwaltung und Stadtrat an einem Strang und in die richtige Richtung ziehen.“

Hannes Wezel

So viel sei schon verraten: „Mehr Zeit für Zukunft“ hat gezeigt, dass es Gestaltungslust in der Stadt gibt, dass es an der Zeit ist, Ideen und Gedanken zusammenzutragen, gemeinsam zu konkretisieren und umzusetzen – weil Zella-Mehlis verbindet.

Der Weg zur Umfrage

Rückblickend wurden bereits 2019 die ersten Schritte unternommen: Durch den Besuch eines Symposiums an der Bauhaus-Uni Weimar kam es zum Kontakt zwischen Mitgliedern des Projektes Aufwind und Forschenden im Fachbereich Urbanistik. Daraus ergaben sich 2019 ein Vortrag in Zella-Mehlis zum Thema „Kommune 2069 – eine sozial-ökologische Vision” und, anknüpfend, ein Forschungsseminar für Studierende in Zella-Mehlis. Professor Frank Eckardt, der in der Arena Schöne Aussicht zu über 100 Interessierten sprach, leitete auch die anschließende Forschungsarbeit.

Die Studierenden unternahmen Exkursionen nach Zella-Mehlis und gingen vor Ort der Frage nach, welches Transformationspotential einer Stadt wie Zella-Mehlis innewohnt. Dabei eröffneten die Studierenden den Austausch durch ausführliche Interviews. Die Interviewpartner:innen kamen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Unternehmen.

Die Fragen danach, worin sich Zella-Mehlis von anderen Städten unterscheidet, welche Bereitschaft zur Veränderung gesehen wird sowie die Themenbereiche Ökologie und Suffizienz waren Themen der Interviews. Die Fragen stammen aus dem Bereich der sozial-planerischen Stadtforschung. Bemerkenswert war, dass es keinen allgemeingültigen Handlungsleitfaden mit auf den Weg gab, sondern die Ermunterung zum Austausch. So heißt es im Abschlussbericht:

Im städtischen Raum geht es vor allem um die solidarische und kollektive Aktivierung der Bürger_innenschaft im Zusammenhang mit Planung. Das bedeutet konkret, Engagement zu fördern, neue Formen der Zusammenarbeit zu nutzen und so Planungsprozesse neu zu definieren um durch das Kollektiv der Stadtbewohner_innen die Stadträume weiter zu entwickeln.

Carolin Seiberlich, Anton Brokow-Loga, „Zeit für Zukunft“

Aus den insgesamt 14 Interviews wurden erstmalig wiederkehrende Themen abgeleitet und auf der Abschlussveranstaltung des Seminars im Januar 2020 zur Diskussion gestellt.

„In Übereinstimmung mit der Forschungsliteratur zu peripher gelegenen Kleinstädten zeigt sich der demographische Wandel als eine der größten Widerstände – vor allem der Wegzug junger Bevölkerungsschichten und die daraus resultierenden Folgen wie Leerstand. Daher ist eine zentrale Herausforderung der Stadt, lebenswert für die Jugend zu bleiben.“

Carolin Seiberlich, Anton Brokow-Loga, „Zeit für Zukunft“

„Viel diskutiert wurden auch die Themen Mobilität und Mitgestaltung – vielen teilnehmenden Personen war es ein großes Bedürfnis, das in diesen Bereichen strukturelle Veränderungen vor Ort anvisiert werden. Um diese Themen weiter zu bearbeiten, wurde vielfach der Impuls geäußert, einen städtischen Begegnungsraum zu initiieren und zu verstetigen.“

Carolin Seiberlich, Anton Brokow-Loga, „Zeit für Zukunft“

Dabei gab es wiederum kleine Workshops. Die Sammlung dieser Inhalte bildete einen Ausgangspunkt der Umfrage. Klar war: Es soll weitergehen. Der Wunsch nach weiterem Austausch war einer der Punkte, die an diesem Abend geäußert wurden. Klar auch: Eine Vorstellung über die Zukunft zu entwickeln, ist ein Prozess, in dem immer nachgefragt werden muss.

Die Frage war auch: Sind die Wünsche und Gedanken, die in aller Tiefe in den Interviews und in ihrer Verknappung am Abend geäußert wurden, übertragbar auf einen größeren Personenkreis? Wodurch werden sie ergänzt? Wie sind sie zu gewichten?

„Die Ergebnisse bilden nur einen Bruchteil der Zella-Mehliser Stadtgesellschaft ab, sodass weiterer Forschungsbedarf in dieser Hinsicht besteht. Auch wurden überwiegend öffentliche Akteure befragt, sodass hier noch Bedarf besteht, weitere Personen aus unterschiedlichen Positionen zu interviewen. Interessant wäre es auch, unterschiedliche Altersgruppen zu befragen, um ein breiteres, repräsentatives Meinungsspektrum zu erlangen. Durch die bereits geführten Interviews wurde deutlich, dass insbesondere bei den Themenbereichen „Kulturelles Leben in Zella-Mehlis fördern“, „Regionale Vernetzung ausbauen“ und „Klimaschutz“ Rede- und Handlungsbedarf besteht. Bei weiterführenden Forschungen könnten diese Themenfelder besonders beleuchtet und behandelt werden. Die gewonnenen Ergebnisse können anschließend als Anknüpfungspunkte für Kooperationen zwischen den interviewten Akteur_innen dienen. Außerdem könnten Konzeptstudien aus den Bereichen des Designs, der Architektur, des Städtebaus daran anknüpfen, um den Wandel real erlebbar machen zu können. Auch die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie und der diesbezüglichen lokalen Maßnahmen im Frühjahr 2020 sollten bei weiteren Forschungen miteinbezogen werden.“

„Zeit für Zukunft“

Durch die Einschränkungen der Pandemie mussten neue Austauschmöglichkeiten erkundet werden. Dabei entstand der Wunsch, im Schwebezustand des Lockdowns den Blick nach vorn zu richten und uns daran zu erinnern, dass es uns gemeinsam obliegt, eine Zukunftsvorstellung zu entwickeln, wenn wir an der Gestaltung der Zukunft beteiligt sein wollen.

Die Umfrage ging auf die Reise …

Methodisches Vorgehen

Methodisch ordnet sich die Umfrage im Bereich der qualitativen Sozialforschung ein. Die nicht standardisierten Daten lassen sich nicht direkt messen, sondern bilden ein Stimmungsbild ab und geben Einblicke in die Hintergründe der Thematik.

„Der Rücklauf von rund 400 Fragebögen bei einer Grundgesamtheit von 11.400 Personen ab 14 Jahren ist, statistisch gesehen, zwar nicht repräsentativ. Aber, darum ging es auch in erster Linie nicht. Sehr wohl gelungen ist aber, mit dem Rücklauf einen aussagekräftigen, generationsübergreifenden Querschnitt und ein Stimmungsbild der Bewohnerschaft abzubilden. Mit diesem Rücklauf lassen sich durchaus Schlüsse ziehen und Ableitungen für die Kommunalpolitik und die Arbeit der Verwaltung herstellen.“

Hannes Wezel

Die beiden Hauptteile des Fragebogens orientieren sich stark am Vorgängerprojekt. Der Abschlussbericht von „Zeit für Zukunft“ beinhaltet Ziele zur sozial-ökologischen Zukunft der Stadt, die von Akteur:innen aus dem Kontext der organisierten Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Stadtpolitik formuliert wurden. Diese haben Eingang in die Umfrage „Zeit für Zukunft“ gefunden, um von den Bürger:innen bewertet zu werden. Dabei gab es einerseits die Möglichkeit, die Ziele in ihrer Wichtigkeit einzustufen und andererseits Ergänzungen und eigene Vorschläge für die Zukunft von Zella-Mehlis in Form von offenen Fragen zu formulieren. Es wurde nach persönlichen Wünschen und dem eigenen Engagement der Bürger:innen gefragt und ebenso mögliche Hindernisse bei der persönlichen Mitgestaltung ermittelt.

Der digitale Fragebogen wurde mit der Umfrage-Plattform Umbuzoo erstellt und über die Sozialen Netzwerke, die Aufwind-Webseite und über E-Mail-Verteiler zugänglich gemacht. Zusätzlich wurden 3.000 analoge Fragebögen in Zella-Mehlis sowie den Ortsteilen Benshausen und Ebertshausen verteilt. Im Stadtanzeiger wurde der Fragebogen einmal komplett abgedruckt.

„Sehr originell und kreativ ist auch der Rücklauf organisiert, dafür gab es vier beschriftete Briefkästen in den Ortsteilen, in die man die Umfrage geben konnte. Gut gefällt mir auch der Umgang mit dem Rücklauf; alle Print-Bögen wurden mit Nummerierung von Ehrenamtlichen erfasst und der Online-Umfrage zugeführt, auch hier wurde die Nummerierung abgefragt, sodass die Eingaben zugeordnet werden können.“

Hannes Wezel

Umbuzoo dient als Sammelstelle für alle ausgefüllten Fragebögen und gleichzeitig als Auswertungsinstrument. Hier lassen sich die Antworten sowohl in Tabellenform, als auch grafisch (Kreisdiagramm, Balkendiagramm, Netzdiagramm) numerisch und in Prozentzahlen angeben. Außerdem besteht die Möglichkeit, zwei Fragen zu korrelieren, um erweiterte Aussagen zu den Entscheidungen der Befragten zu treffen.

Die Begleitgruppe

„Wichtig ist, die Befragung ist nur ein Teil eines kombinierten und integrierten Beteiligungsprozesses.“

Hannes Wezel

Für den Auswertungsprozess wurde eine Begleitgruppe gegründet. Hierfür haben sich zwei Stadträte, drei Mitarbeitende der Stadtverwaltung, drei Menschen aus der Zivilbevölkerung sowie vier Vertreter:innen der Jugend freiwillig bereit erklärt, den Auswertungsprozess ehrenamtlich zu begleiten. An fünf aufeinanderfolgenden Treffen von Mai bis Juli 2021 hat die Begleitgruppe zusammen mit den Organisatorinnen die Umfrageergebnisse gesichtet, selektiert und aufbereitet. Dabei fanden die ersten drei Treffen online statt, das vierte Treffen hybrid und das fünfte Treffen in Präsenz. Der gemeinsame Auswertungsprozess ermöglichte einen direkten Einblick in das Verfahren und die Auswertung der Umfrage sowie einen multiperspektivischen Blickwinkel auf die Ergebnisse.

„Begleitgruppen finden inzwischen bei immer mehr qualitativ hochwertigen Verfahren Anwendung. Sinn und Zweck dabei ist, dass Beteiligung nicht nur von Experten gemacht wird, sondern eben eine Begleitgruppe die Vorgehensweise diskutiert und begleitet. Wichtig ist dabei, nicht über die Ergebnisse, sondern über die weitere Vorgehensweise des Verfahrens wird gemeinsam nachgedacht.“

Hannes Wezel

Im Fokus der Begleitgruppentreffen stand die Ausgestaltung der Präsentationsveranstaltung am 14. Juli 2021. Hierfür wurden die Wünsche der Bürger:innen in Themenbereiche sortiert, wobei sich sechs Themenbereiche erschlossen haben, unter die die meisten Antworten der Bürger:innen fielen.

Das sind die Themenbereiche „Ökologie in der Stadt“, „Generationenverständnis und Familienfreundlichkeit“, „Partizipation und Transparenz“, „Nahverkehr und kritische Infrastruktur“, „Freizeit und Kultur und Sport“ sowie “die Umgebung“. Die Themenbereiche „Wirtschaft“ sowie „Ordnung und Sicherheit“ konnten ebenfalls heraus geclustert werden, fielen aber vom Umfang her so viel weniger ins Gewicht, dass sie im laufenden Prozess keine Berücksichtigung fanden.

Es bildeten sich Teams aus jeweils zwei Begleitgruppenmitgliedern, die sich je aus einer Person der Jugend oder Zivilbevölkerung und einer anderen Person aus Politik oder Verwaltung zusammensetzten. Gemeinsam trafen sich die Teams für sogenannte „Geh-Spräche“, Spaziergänge durch Zella-Mehlis, bei denen Inhalte diskutiert und die Präsentation geplant wurden. In gemeinsamer Abstimmung mit den anderen Begleitgruppenmitgliedern entstanden schließlich sechs Stationen, die gemäß ihrer Thematik für die Präsentationsveranstaltung aufbereitet wurden.

So stelle ich mir die Zukunft vor – man kann offen über alles sprechen.

Die Präsentationsveranstaltung bildete eine ergänzende Beteiligungsmöglichkeit zur Umfrage. In erster Linie diente die Veranstaltung der Information. Die ausgewerteten Ergebnisse wurden zugänglich gemacht, damit die Gäste Einblicke bekommen, sich selbst verorten können und aufmerksam auf die Gedanken ihrer Mitbürger:innen werden.

„Ich hatte heute zahlreiche interessante Gespräche mit interessanten Menschen und habe mich als Zella-Mehliserin in vielen Facetten wiedergefunden. Danke.“

Lehrerin des örtlichen Gymnasiums

Gleichzeitig eröffnete die Veranstaltung eine Interaktion. Aus den Umfrageantworten ergaben sich Verständnis- und Konkretisierungsfragen einerseits und neue Impulse andererseits, die an dem Abend den Bürger:innen zurückgespielt wurden.

„Am schönsten fand ich, wie gut alle miteinander umgegangen sind, die Helfer und Besucher, einfach alle. An den Stationen wurde gut erklärt und die Stimmung war einladend.“

David Schütt, 17 Jahre

Damit begann auf Grundlage der Umfrage ein großflächiger Dialog. Es wurde aufbauend auf dem Vorgängerprojekt ein Prozess fortgesetzt, der nicht mit der Vorlage eines abgeschlossenen Ergebnisses beendet ist.

„Ich staune immer wieder, was in so einem kleinen Örtchen, was wir ja sind, steckt.“

Lehrerin des örtlichen Gymnasiums

Zukunft beginnt heute: und so gehts weiter?

Bereits im Verlauf der Vorbereitungen wurde deutlich: Nach der Präsentationsveranstaltung soll es weitergehen – die Begleitgruppe empfiehlt Anschlusstreffen, bei denen es in die konkrete Umsetzung geht.

Am Folgetag der Präsentationsveranstaltung wurden die Umfrageergebnisse im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt und Fragen geklärt. Zum nächsten Ausschusstreffen wurden konkret umsetzbare Ziele gewünscht, die von Politik und Verwaltung angestoßen werden.

Für alle interessierten und engagierten Bürger:innen hat die Begleitgruppe auf der Abschlussveranstaltung zu einer Zukunftswerkstatt eingeladen. Bei einem ersten Treffen am 29. September wurde an die Ergebnisse der Umfrage und der Präsentationsveranstaltung angeknüpft und Arbeitsaufträge für Bürger:innen, Politik und Verwaltung abgeleitet.

Der gemeinsame Prozess geht weiter und jede:r Zella-Mehliser:in ist eingeladen, im Prozess dazu zu stoßen. Sei es, um Informationen auszutauschen, Pläne zu schmieden oder in die Umsetzung zu gehen.

Zu den Personen

Annalena Mildner, Sozialpädagogin, ist in Erfurt – teils bei ihrer Familie, teils im Kinder- und Jugendtheater – aufgewachsen und zum Studieren nach Halle gezogen. Dabei gefiel ihr Halle mehr als das Studieren, deshalb investierte sie die Zeit lieber in die Gründung eines Ladens, in dem Lebensmittel gerettet und sozial-ökologische Projekte für die Stadt und ihre Bürger:innen umgesetzt werden, das Crumme Eck. Seit Oktober 2020 arbeitet sie bei mohio und setzt sich für die Stärkung der Nachhaltigkeit in der Bildung ein. Von hier aus kam sie zum Projekt „Mehr Zeit für Zukunft“ und ist seitdem größter Fan von Zella-Mehlis

Julia Pöhlmann, Projektgründerin von Aufwind stammt aus dem Thüringer Wald, ist so schnell wie möglich von dort fortgegangen und nach u. a. einem Rhetorikstudium zurückgekehrt. Als Schauspielerin und Theaterpädagogin viel und interaktiv unterwegs, öffnete sich ein neues Feld in der Soziokultur- und Sozio-Ökologiearbeit im Kunst- und Kulturverein. Schritte zur sozial-ökologischen Transformation vor Ort zu gehen und dazu beizutragen, so vielen Stimmen wie möglich Gehör zu geben, ist schließlich auch eine Art, ein Ensemble zu kreiieren. Das Projekt Aufwind wird getragen vom Kunst- und Kulturverein Zella-Mehlis e.V. und der Stadt Zella-Mehlis. Foto: Michael Reichel / arifoto.de


Hannes Wezel, Diplompädagoge, 20 Jahre Leiter der Stabsstelle Bürgertreff bei der Stadt Nürtingen. Preisträger im Wettbewerb der Bertelsmann Stiftung „Bürgerorientierte Kommune, Wege zur Stärkung der Demokratie“ und des Deutschen Engagementpreises. Zwei Jahre Fachberater für „Freiwilligendienste aller Generationen“ beim Städtetag Baden-Württemberg und 10 Jahre Referent im Stab der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Staatsministerium Baden-Württemberg. Lehrbeauftragter an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen (Fakultät Stadtplanung). In der bundesweiten Allianz Vielfältige Demokratie begleitet er den Themenkreis „Breite Beteiligung“.

Literaturhinweise

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Peter Dienel

New Options for Participatory Democracy

In: Chiranji Yadav (Hrsg.): Perspectives in Urban Geography, City Planning: Administration and Participation, Concept Publishing Company, New Delhi, 1986.

(BibTeX)

Robert Jungk, Norbert Müllert

Zukunftswerkstätten: Wege zur Wiederbelebung der Demokratie

Goldmann Verlag, München, 1983.

(BibTeX)

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Die Konfliktlösungskonferenz ist ein Beteiligungsformat, bei dem in einem mehrgliedrigen Verfahren heterogene Standpunkte unterschiedlicher Interessengruppen transparent werden. Im Dialog werden Lösungsräume identifiziert und im Ergebnis entsteht ein Gutachten mit Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger.

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