Pimp your Town!

Das im Artikel eingebettete Video gibt einen Eindruck von den Möglichkeiten, Jugendparlamente und ähnliche Planspiele gewinnbringend zur politischen Bildung vor Ort einzusetzen.

Partizipation - bipar- Jugendparlamente Foto: SPÖ via flickr.com, Lizenz: CC BY-SA 2.0

„Pimp your Town!” ist der prägnante Titel eines Planspiels für Kinder und Jugendliche. Planspiele sind ein bewährtes Instrument zur Simulation komplexer gesellschaftlicher Zusammenhänge. Sie bieten spielerisch einen ernsthaften Zugang zu komplexen Themen und finden mittlerweile in vielen Kontexten Anwendung. In der politischen Pädagogik gibt es sie allen politischen Ebenen und für diverse Themenfelder. Bekannt ist beispielsweise das Schüler- und Studenten-Planspiel United Nations, in dem junge Menschen in mehreren Tagen Einblick in die Komplexität internationaler Verhandlungsprozesse bekommen und die eigenen diskursiven Fähigkeiten schulen. Sie nehmen die Rolle eines Delegierten ein und vertreten in Gremien und Arbeitsgruppen die Interessen des entsprechenden Mitgliedsstaats.

Das Verständnis und Interesse für hochrangige Politik ist dabei sicherlich gut und richtig. Es fördert das politische Interesse und stärkt insgesamt das Verständnis für die Komplexität politischer Entscheidungsprozesse in verflochtenen Mehrebenensystemen. Für den Alltag jedoch bringt die Teilnahme erstmal wenig. Ganz anders ist es bei dem angesprochen „Pimp your Town!”-Modell. Hier schlüpfen die Teilnehmenden ebenfalls in Rollen. Allerdings werden sie nicht Generalsekretär oder Außenminister und erstellen Stellungnahmen zu den UN Sustainable Development Goals, sondern erarbeiten gemeinsam Anträge an den Gemeinde- oder Kreisrat. Sie kommen auf diese Weise in Kontakt mit den politischen Prozessen in ihrer unmittelbaren Lebenswelt. Wie das funktioniert zeigt exemplarisch das folgende Video aus Aurich: